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ID_Frankfurt / Independent Dance ist ein Zusammenschluss von ca. 50 KünstlerInnen, die in Frankfurt am Main arbeiten und leben. Professionell Freischaffende, künstlerisch Tatfreudige – TänzerInnen, ChoreographInnen, DramaturgInnen, TanzpädagogInnen. Gemeinsam erzeugen sie Bewegung.

Durch unterschiedlichste Arbeitsansätze, Rechercheprojekte, die Vielfalt ihrer künstlerischen Praxen und ihre Vermittlungsarbeit bereichern sie das kulturelle Leben Frankfurts. Sie vernetzen und setzen sich ein für bessere Arbeits- und Produktionsbedingungen.

Die in ID_Frankfurt organisierten KünstlerInnen überzeugen durch stringente choreographische Arbeiten, ausgefeilte Konzepte, Präsenz, differenzierte Bewegungsqualitäten, entdecken ungewöhnliche Räume für Lectures, Installationen und Performances, zeigen ihre Aufführungen an verschiedensten Spielorten der Stadt und schaffen durch ein weites Spektrum von Inhalten und ästhetischen Positionen in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Mousonturm, Tanzlabor_21, The Forsythe Company, ZuKT/HfMDK eine sinnvolle Ergänzung des Tanzangebots der etablierten Institutionen.

ID_Frankfurt steht für

  • Qualität, Vielfalt, Relevanz, Reflexion, Austausch, Flexibilität, Vermittlung.
  • die Weiterentwicklung zeitgemäßer, zeitgenössischer Produktionsweisen,  in denen KünstlerInnen unterschiedliche Funktionen in wechselnden Arbeitszusammenhängen einnehmen. Im Vordergrund stehen nicht Einzelinteressen, sondern das Bewusstsein, dass Synergien zu nachhaltigeren Ergebnissen führen.
  • ein spezifisches Verständnis künstlerischer Arbeit: Kunst und Live-Performance sind mehr als Produkte und Handelsware, sondern ein interaktiver  geistig-sinnlicher Prozess, der durch Austausch und Transparenz befördert werden kann.
  • Eigenständigkeit und zugleich Offenheit für spartenübergreifendes Denken und Handeln, ein nichtkompetitives Neben- bzw. Miteinander von KünstlerInnen, Gruppen und Organisationen.

ID_Frankfurt will

  • die Arbeitsmöglichkeiten für professionelle, in Frankfurt lebende und arbeitende KünstlerInnen im Bereich Tanz und Performance verbessern.
  • KünstlerInnen eine Kontinuität fundierter Praxis des Tanzens, der Recherche, der Produktion, des Austauschs und der Vermittlung ermöglichen.
  • akzeptable Arbeits- und Produktionsbedingungen erreichen, die es den Tanzschaffenden ermöglichen, Projekte zu entwickeln und Stücke und Choreographien zu kreieren, die künstlerisch und ästhetisch relevant und auch überregional von Bedeutung sind.
  • den BürgerInnen der Stadt Frankfurt und den Menschen in der Region Zugang zu künstlerischen Prozessen verschaffen, sie an den künstlerischen Entwicklungen teilhaben lassen und Einblicke in kreative Denk- und Arbeitsweisen ermöglichen.
  • durch Bewegungsforschung und Recherche zur Vergrößerung des Körperwissens in Verbindung von Theorie und Praxis beitragen.
  • neue Wege und Formen der Vermittlung und des Wissenstransfers von und im Tanz entwickeln und zu kultureller Bildung beitragen.
  • in enger Zusammenarbeit mit LaProf, Tanzlabor_21 und weiteren interessierten Partnern, Veranstaltern, Institutionen und Vertretern der Stadt gemeinsam eine tragfähige Basis für den Tanz schaffen.
  • auf vielschichtig miteinander vernetzten Ebenen aktiv zum kulturellen Leben in Frankfurt beitragen und Initiativen zukunftsfähig ausbauen.

Wir handeln und

  • artikulieren die Bedürfnisse der unabhängigen Tanzszene in Frankfurt und bündeln Ressourcen.
  • finden in Kooperation mit der Stadt Frankfurt, Tanzlabor_21, den Theatern der HTA, Mousonturm, der HfMDK, der Forsythe Company, Institutionen, Spielstätten und weiteren Partnern mittel- und langfristige Lösungen für aktuell anstehende Fragen und Aufgaben.
  • unterstützen den Informationsfluss zwischen den KünstlerInnen.
  • entwickeln mit Unterstützung von Tanzlabor_21 die Reihe Tanzpanorama als kooperatives Format, um neue Tanz-Stücke und Kurzchoreographien (= nicht-abendfüllende Werke mehrerer Choreographen) zu produzieren, aufzuführen und kontinuierlich einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen.
  • schaffen im Rahmen der Freitagsküche eine Plattform für künstlerischen, interdisziplinären Austausch, für Showings, choreographische Installationen und Works in Progress.

Wir fordern

  • die Schaffung von genügend und ausreichend großen, für Tanz geeigneten Proberäumen, die mit einem guten Schwingfußboden ausgestattet sind und hohe Decken haben, so dass die Verletzungsgefahr verringert wird.
  • die Weiterentwicklung differenzierter Förderstrukturen und Kriterien zur Vergabe der Fördergelder und die Einrichtung eines aus ExpertInnen zusammengesetzten Beirats. Eine Förderungsvergabe  sollte sich an inhaltlichen Kriterien orientieren, zur Qualitätssteigerung beitragen, Individuen und Gruppen berücksichtigen, Strukturen bilden und unterstützen, die flexibel auf sich wandelnde Anforderungen reagieren können. Förderkategorien sollten den inter-/nationalen Austausch und Gastspiele berücksichtigen und den Aufbau eines regionalen Aufführungsnetzwerkes in Kooperation mit anderen Kommunen und dem Land Hessen unterstützen (Wartburg Wiesbaden, TiF Kassel, TiL Giessen u. a.).
  • eine angemessene und tragfähige finanzielle und strukturelle Förderung von KünstlerInnen, Gruppen und Organisationen im Bereich Tanz und Performance.
  • die Erhöhung der Fördersummen für Einzelprojekte, um die geforderte und beiderseits gewünschte professionelle Qualität der Arbeiten zu sozial verträglichen Bedingungen überhaupt erst zu ermöglichen und eine angemessene Bezahlung aller mitwirkenden KünstlerInnen zu gewährleisten. Ebenso muß die rechtzeitige Benachrichtigung über die Zusage von Fördergeldern garantiert sein, damit die Chance auf Kofinanzierung durch regionale und nationale Mittel genutzt werden kann.
  • die Sicherung der Initiativen und Aktivitäten von Tanzlabor_21, damit die bereits geleistete und sichtlich erkennbare Basis-, Netzwerk- und Vermittlungsarbeit fortgesetzt werden kann.
  • eine Beratungs- und Koordinationsstelle für Fragen, die Antragstellung, Organisation, Management, Gastspiel- und Sponsoringakquise, Zusammenarbeit mit inter-/ nationalen Netzwerken oder Abrechnungen betreffen.
  • mittel- und langfristig die Schaffung eines Tanzhauses bzw. eines Choreographischen Zentrums für Frankfurt und die Rhein-Main- Region, vergleichbar dem Tanzhaus NRW (Düsseldorf), dem Choreographischen Zentrum PACT Zollverein (Essen) oder dem Tanzquartier Wien.
 

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